Archiv des Monats “Februar 2021

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TÓKE veröffentlicht erste Single „I Don’t Know“ aus neuer EP „The Art Of Letting Go“

Der in Berlin lebende Singer-Songwriter Tóke veröffentlicht die neue Single „I Don’t Know“ als erstes Lebenszeichen aus seiner demnächst erscheinenden EP „The Art Of Letting Go“.

Die spannende Absurdität des ersten Morgens danach. Wohin führt dieser Weg? Wohin geht die Reise? Was bedeutet das? Tóke greift das Gefühl auf, was gerade Millennials in Zeiten von Tinder und OkCupid allzu bekannt ist – das Gefühl des Dazwischen, zwischen dem dringlichen Wunsch nach tiefer Verbundenheit und dem leidenschaftlichen Drang nach Autonomie.

Loslassen ist ein Thema, welches den in Berlin lebenden Singer-Songwriter Tóke schon seit seiner Kindheit begleitet: „Mit neun bin ich von der südostasiatischen Großstadt Jakarta, Indonesien in ein kleines Dorf bei Hamburg gezogen, was ein unglaublich krasser Kontrast war. So hab ich schon früh gelernt, wie komplex und auch schmerzhaft es ist, loszulassen. Von Ideen, Vorstellungen, Erwartungen, manchmal auch von Menschen. Ich glaube es ist etwas, das uns im Leben immer wieder begegnet, da Veränderung die einzig wirkliche Konstante ist. Wir kommen nicht drumherum. Ich mag die Perspektive, es als Kunstform zu betrachten, die es wert ist zu meistern. Ein spielerischer Umgang mit einem so schwer scheinenden, aber omnipräsenten Thema.“

Der Multiinstrumentalist erscheint als sehr persönlicher Songwriter, dessen Texte gleichzeitig autobiographisch, tiefgehend und erfrischend zugänglich sind. Über eine Spanne von 5 Songs bespricht er Themen, wie Selbstmotivation, die Auseinandersetzung mit eigenen rassistischen Erfahrungen, das ambivalent-berauschende Gefühl einer neuen romantischen Erfahrung, das mögliche Innenleben von Menschen auf der Fluchtund die herzzerreißende Unausweichlichkeit einer Trennung.

Die neue EP zeigt einen gewachsenen Tóke, der sich vom mehrfachen „Reggae Newcomer des Jahres“ (Riddm Magazin) zu einem Künstler entwickelt, der mit Vertrauen seiner eigenen Stimme folgt und einen Sound anstrebt, der die Komplexität seines Charakters, seiner kulturellen Identität und musikalischen Sozialisation gerecht wird.

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EUT laden zur Online-Releaseparty von „Party Time“

Wir nähern uns dem Lockdown-Jubiläum: Seit fast einem Jahr sitzen wir abends in den eigenen vier Wänden, ohne Freunde, Ablenkung, Exzesse. Zumindest eine kleine Linderung haben EUT aus Amsterdam in petto. Heute abend um 21:00 Uhr laden die Indie-Power-Popper zur „HOUSE PARTY“ zu ihrem morgen erscheinenden Album „Party Time“. Wir bemustern euch schon heute mit dem kompletten Album.

EUT – „Party Time Pre-Listening House Party“
Heute, Do. 18.02.2021, 21:00 Uhr
www.thewordiseut.com/stream
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EUT-Sängerin Megan de Klerk sagt, dass „Party Time“ von „Lust, Sex und der Einsamkeit“ handelt, und ihre Musik gemacht ist für „Tanzen auf der leeren Tanzfläche, auf der man besser einfach liegenbleibt, wenn man über seine eigenen Füße gestolpert ist.“

„What Gives You The Kicks“ kann man sich hervorragend in diesem Kontext vorstellen: „Wenn du jemanden verführen willst, ist das eigentlich ganz einfach: Du musst nur herausfinden, was dein Gegenüber kickt, und du gibst ihm oder ihr genau das. Doch wenn man dann erstmal zusammen ist, muss man dieses Spiel aufrecht halten, und dieser Song handelt vom Verheddern in diesem Netz!“

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Das schwule Indie-Pop-Duo MAN ON MAN kündigt Debütalbum an

MAN ON MAN kündigen ihr selbstbetiteltes Debütalbum an, das am 7. Mai erscheinen soll und ihre erste Veröffentlichung bei Big Scary Monsters markiert. Das neue Projekt von Joey Holman (HOLMAN) und Roddy Bottum (Faith No More, Imperial Teen, CRICKETS, Nastie Band) ist durchdrungen von verzerrtem Indie-Rock und durchtränkt von schwulem Pop-Selbstvertrauen, ohne dabei den trockenen, bissigen Sinn für Humor zu verlieren, den beide teilen.

Die Musik von MAN ON MAN hat eine zeitlose Anziehungskraft, die über Genre und Jahrzehnte hinausgeht. Die vielfältigen Einflüsse des Albums sind eine Meditation über die unzähligen Emotionen des „Lockdowns“, aber auch ganz konkret über diese spezielle Situation in ihrem persönlichen Leben. Das Duo veröffentlichte 2020 die gefeierten Singles „Daddy“ und „Baby, You’re My Everything“ und freut sich, heute mit „1983“ den Titeltrack zu ihrem Selftitled-Debüt zu enthüllen. Ein sinnliches und doch zärtliches Liebeslied, zu dem sie ebenfalls ein lustvolles Musikvideo gedreht haben.

„Wir fanden das Konzept von Outdoor-Cruising und anonymen Hookups in diesem öden Kapitel der Zeitgeschichte besonders interessant“, teilt die Band mit. „Während Sex-Apps das Kennenlernen im echten Leben fast ausgelöscht haben und die Pandemie derzeit den menschlichen Kontakt verbietet, ist „1983“ eine liebevolle Hommage an eine Ära, die Gefahr, anonyme Begegnungen und Sex-Positivität verherrlicht.“

Zum Musikvideo führt die Band fort: „Wir haben für unser erstes Video mit Steven Harwick (Macy Rodman, Kembra Pfahler, Christeene) und einem kollaborierenden Regisseur gearbeitet, und uns eine visuell wilde und lebendige Spannbreite vorgenommen, die von Referenzen einer vergangenen sexuellen Revolution inspiriert ist. CRUISING, CHRISTIANE F und die Arbeit von Alvin Baltrop werden als Einflüsse der komplizierten und oft problematischen und herausfordernden Stimmen der Außenseiterbefreiung in dem Stück genannt. Die Außenszenen im Video wurden im berüchtigten Vale of Cashmere gedreht, dem Abschnitt des Prospect Park in Brooklyn, der seit den 1970er Jahren ein Ziel für Cruising im Freien ist.“

Es ist schwer, von der Geschichte von MAN ON MAN nicht gefesselt zu sein. Musikalisch und visuell überschreitet sie Grenzen, die wir von schwuler Musik gewohnt sind. Wenn wir in ihre Welt eintauchen – die mit Unterstützung des Grammy-prämierten Produzenten Carlos de la Garza (M83, Paramore, Jimmy Eat World) und Mike Vernon Davis (Foxing, Great Grandpa) selbst produziert wurde – werden wir Zeuge der tiefen Intensität, mit der das Duo das Verliebtsein in der Trauer zelebriert und der epischen Zusammenarbeit zweier Liebender.

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Nach der Veröffentlichung ihrer Debütsingle „Daddy“ wurde das Video von YouTube entfernt, weil es angeblich gegen die „Sex and nudity policy“ verstieß. Das Video enthielt weder das eine noch das andere und wurde später mit einer Entschuldigung für den Fehler wieder online gestellt. In diesem Moment festigte die Band ihre politische Sichtbarkeit als queere Künstler, die nicht zum Schweigen gebracht oder wegen ihres Alters oder ihrer Größe entfernt werden. Bottum sagte dem Rolling Stone: „Es gibt genug Repräsentation in der schwulen Gemeinschaft von jungen, haarlosen, hübschen Männern.“

Als Individuen, Liebhaber, Söhne, Säulen der Gemeinschaft und Menschen sind MAN ON MAN eine Band, die man auf dem Zettel haben muss. Das selbstbetitelte Debütalbum erscheint am 07. Mai 2021 auf Big Scary Monsters.

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PABST küssen dich am Valentinstag: „Kiss Me“ mit Musikvideo

Jede richtige Band braucht auch eine Lieblings-Christenrock-Band! Bei PABST fiel die Wahl auf Sixpence None The Richer und deren unkaputtbaren Hit „Kiss Me“. Der 90er-Ohrwurm wurde vom Berliner Trio ordentlich durch den vegetartischen Fuzzfleischwolf gedreht. Jetzt ist auch ein Musikvideo dazu erschienen.

„Kiss Me“ erschien gestern pünktlich zum Valentinstag und konnte bei der Band auch als exklusive 7″-Vinyl Single bestellt werden. Die letzten Exemplare gibt es direkt bei der Band. Auf der B-Seite der Single befindet sich ein Remix des Albumtracks „My Apocalypse“ von Produzentenfreak BLVTH.

Sowohl der kratzige Sound als auch das wimmelige Artwork verraten, dass die Aufnahme aus den „Deuce Ex Machina“-Sessions mit Moses Schneider stammt. Das zweite Album der Band war letzten Sommer erschienen und machte das gottverdammte 2020 etwas erträglicher!

Übrigens haben PABST zu „Kiss Me“ auch einen eigenen Instagram-Filter veröffentlicht, den man mit „Pabst Kiss Me“ in der App findet. Für ein bisschen mehr Selbstliebe!

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Quirliger Indie-Rock aus Philadelphia: REMEMBER SPORTS kündigen neues Album „Like a Stone“ an

REMEMBER SPORTS aus Philadelphia kündigen für den 23. April 2021 ihr viertes Album „Like a Stone“ auf Big Scary Monsters an. Die erste Single „Pinky Ring“ ist ein schnörkelloser Indie-Rock-Song mit rauen Gitarrenshreds und störrischen Vocals von Frontsängerin Carmen Perry.

Auf dem stürmischen Opener „Pinky Ring“ packen sich REMEMBER SPORTS eine neckische Melodie und paaren sie mit einem hellen Tamburin. Es ist ein perfekter Einblick in die Welt, die sich die Band auf ihrem neuen Album „Like a Stone“ aufgebaut hat. Die neuen Songs enthalten eine der intelligentesten Darbietungen und Arrangements des aktuellen Indie-Rocks und bewahrt dabei die Wärme und Unmittelbarkeit, die die Band seit ihrer Gründung so auszeichnet.

Auf „Like a Stone“ geht es darum, sich von alten Versionen von sich selbst zu lösen. Sängerin und Gitarristin Carmen Perry durchwühlt ihre Gefühle des Zweifelns und spinnt sie zu einem Imperativ, sich selbst respektvoller zu behandeln. Das Album beschreibt beispielsweise ihre Erfahrungen mit dem Katholizismus aufzuwachsen und später Religion zu studieren, oder mit einer Essstörung zu leben, was tiefe Einblicke in ihre Gedanken- wie Gefühlswelt bietet. „‚Like a Stone‘ thematisiert Dinge, die dir gedanklich entgleiteten und zu einem unauffindbaren Ort in deinem Gehirn sinken“, erklärt Carmen. „Die harten Songs sind aus Schuldgefühlen und Wut entstanden, die weichen Songs sind die der Vergebung.“

Die Bandmitglieder – Bassistin Catherine Dwyer, Gitarrist Jack Washburn, Schlagzeuger Connor Perry und die Gitarristin und Sängerin Carmen Perry – verfolgen einen multiinstrumentalen Ansatz und tauschen die Instrumente durchgängig aus. Das Ergebnis sind bissige Bass- und Schlagzeug-Grooves, mitreißende Percussion-Schichten und satte Synthesizer.

Die Wiederholungen, musikalisch als auch textlich, stehen für die negativen Gedankenschleifen, die mit psychischen Leiden einhergehen. Von „Do something right, just do anything right“, dem Refrain am Ende des kantigen, frenetischen „Easy“, über das als Gegenmelodie stehende „Materialistic“ bietet das Album viel Varianz. Letzterer ist eine zerbrechlich-ängstliche Ballade über Vermeidungsstrategien und bildet das traurige Herzstück am Ende von Seite A, sowie ein erstaunliches Ventil für Jacks Gitarrensoli, die die Tonleiter neu definieren könnten.

Die Songs auf „Like a Stone“ handeln von Unsicherheit, aber sie handeln auch von Optimismus – davon, aus einem belastenden Gedankengang mit einer neuen Art und Weise der Selbstwahrnehmung herauszukommen. „Wir sind zusammen aufgewachsen und Vertrauen uns blind“, sagt Carmen. Während des Aufnahmeprozesses wollte Jack etwas schaffen, dass, „gemeinschaftlich, laut und kathartisch, aber auch irgendwie vertraulich und privat ist. Ich hoffe, dass wir etwas geschaffen haben, bei dem man den Einfluss von jedem von uns auf dem Album hören kann.“ Carmen schließt sich dem an: „Es fühlt sich nahtlos an. Jacks und Catherines Songwriting ist wie eine Erweiterung meines eigenen.“

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SEARCH YIU startet „Spa Day“ Podcast zum Album „SY“

SEARCH YIU veröffentlicht am 19.02. sein neues Album „SY“: Begleitend dazu erscheint seit zwei Wochen der „SPA DAY“-Podcast, in dem Sören Hochberg mit seinen Gästen über Selfcare, Wellness und seine Musik spricht. Die ersten beiden Gäste sind Autorin Ilona Hartmann und Max „Drangsal“ Gruber.

Als Host des „Mental Mall“-Podcasts ist Search Yiu ein versierter Podcaster und so lag die Idee eines albumbegleitenden Audioformats nahe. In den circa 60-minütigen Gesprächen von „SPA DAY“ bespricht Sören Hochberg mit seinem Gästen, was „Wellness“ für sie bedeutet, wie man auf sein Seelenheil achten kann, und natürlich auch über „SY“. Stilgerecht werden dazu Gesichtsmasken aufgelegt, und danach Search Yius eigene Gesichts-Creme, die es zum Album erhältlich ist, angewandt.

In der ersten Folge war Autorin Ilona Hartmann zu Gast, die kürzlich den erfolgreichen Roman „Land in Sicht“ veröffentlichte. In der zweiten Folge spricht Sören Hochberg mit Max „Drangsal“ Gruber: beide eint nicht nur die gemeinsame Herkunft Landau in der Pfalz, sondern auch untypische musikalische Karrieren. Auf die weiteren Gäste darf man gespannt sein!

„SPA DAY“ ist ab sofort kostenlos überall erhältlich, wo es Podcasts gibt. Neue Folgen erscheinen immer Mittwochs. => https://spaday.podigee.io/

Aus dem neuen Album „SY“ wurde zuletzt die Single „Nie mehr“ ausgekoppelt, auf der auch Mia Morgan zu hören ist. Vorher waren die Singles „Verliebt“, „Spaß“ und „Leer“ erschienen.  Verliebtsein, Alleinsein, Bisexualität, toxische Männlichkeit, Suizidgedanken, mentale Gesundheit: Das alles sind untypische Themen für einen Künstler, der auch im Kontext „deutscher Rap“ stattfindet.

In der Deluxe-Edition erscheint das Album mit einer vom Künstler kreeierten Tag-/Nacht-Creme. Das Album ist exklusiv über krasserstoff.com vorbestellbar.

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DRIP-FED kündigen nach zwei Jahren neues Album „Kill The Buzz“ an und veröffentlichen erste Single

DRIP-FED aus Austin, Texas kehren gute zweieinhalb Jahre nach ihrem Debüt mit einem neuen Album zurück. „Kill The Buzz“ erscheint am 26. März 2021 der Hardcore-Band. Die erste Single-Auskopplung „Move Right Through Me“ ist der erste Beweis dafür, dass es dem Vorgängerwerk in nichts nachsteht – ganz im Gegenteil.

Im Herbst 2018 noch als Newcomer und absoluten Geheimtipp gehandelt, haben es Drip-Fed geschafft, uns mit dem Release ihres selbstbetitelten Debüt-Album ganz schön umzuhauen. Nach ihrer ersten Europatour, die sie dann genau ein Jahr später mit Slow Jams aus Berlin absolviert hatten, ging es dann auch direkt ins eigens gebaute und betriebene Studio. Und herausgekommen ist das elf Songs umfassende Album „Kill The Buzz“, das von Sekunde Eins da weitermacht, wo „Drip-Fed“ aufgehört hat: Dynamischer, wütender und groovig-rockender Hardcore-Punk, ohne groß auf dicke Hose zu machen.

Sänger Jeffrey Blum über „Move Right Through Me”: “Den Text zu Move Right Through Me habe ich geschrieben, als ich im Waschsalon saß. Das könnte man vielleicht schon an der ersten Zeile des Songtextes erkennen („A man watches his clothes dry. No thought crosses his mind. It’s just a passing of time and it disappears in the blink of an eye.”). Der Song handelt davon, sein Leben wie im Dunst wahrzunehmen. Jeden Tag in solch einem Nebel zu verbringen, dass man seine eigene Menschlichkeit nicht mehr wahrnimmt und die voranschreitende Zeit absolut bedeutungslos für einen ist.“

Beim Sound haben Drip-Fed sogar noch eine Schippe draufgelegt und für den Mix Beau Burchell (u.a. Saosin, The Bled, Moose Blood) und das Mastering Alan Douches (u.a. Converge, The Dillinger Escape Plan, Torche) angeheuert.

„Kill The Buzz“ ist das zweite Album von DRIP-FED und erscheint am 26. März 2021 auf I.CORRUPT.RECORDS und ist hier vorbestellbar.