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Kettcar kündigen neue EP mit der Single „Palo Alto“ an

Das war nun wirklich nicht zu erwarten: nur 16 Monate nach ihrem letzten Album „Ich vs. Wir“ kündigen Kettcar heute mit der Single „Palo Alto“ ihre neue EP „Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“ an.  Ab Donnerstag ist die Band aus Hamburg wieder auf Tour.

Mit ihrem aktuellen Album „Ich vs. Wir“ veröffentlichten Kettcar Ende 2017 ein Album, das gleichzeitig Bestandsaufnahme und Vision war, das unseren Umgang mit dem Begriff „Gesellschaft“ verhandelte. Nun schiebt die Band fünf neue Songs nach – keine Überbleibsel aus den früheren Aufnahmen, keine Resteverwertung – sondern fünf Stücke, die als Komplentärwerk zu „Ich vs. Wir“ funktionieren, das Album ergänzen und neue Blickwinkel und Bedeutungsebenen eröffnen.

In der Single „Palo Alto“, die Kettcar heute als ersten Vorboten daraus veröffentlichen, treffen unterschiedliche Verlierer der Digitalisierung aufeinander. Der Kulturjournalist, der Plattenladenbesitzer, die Pornodarstellerin, der Bankangestellte – nur vier Beispiele für die Unter-die-Räder-Gekommenen. Zusammen mit dem Erzähler fragen sie sich: nach Palo Alto, dem Mekka der IT-Industrie, fahren und den ganzen Laden in die Luft jagen, oder mit der Fehlersuche doch bei sich selbst beginnen?

Die komplette EP erscheint bereits am 15. März 2019 in digitaler Form. Ab dem 17.05. ist die EP dann auch physisch auf 10″ Vinyl erhältlich. Vorbestellt werden kann die EP ab sofort bei Grand Hotel van Cleef.

„Der süße Duft der Widersprüchlichkeit (Wir vs. Ich)“ enthält neben „Palo Alto“ vier weitere Songs: auf „Scheine in den Graben“ erhält die Band gesangliche Unterstützung von Schorsch Kamerum, David Frings von FJØRT und Adam Angst sowie im letzten Refrain von Jen Bender (Großstadtgeflüster), Bela B, Jörkk Mechenbier (Love A), Sookee, Felix Brummer (Kraftklub), Marie Curry (Neonschwarz), Gisbert zu Knyphausen und Safi. „Notiz an mich selbst“ ist klassisch Kettcar, ein Essay über Kunst, Moral und Ideale. „Natürlich für alle“ zeigt Kettcar ungewohnt Synth-orientiert, während der Text beleuchtet ob sowas wie „kritischer Konsum“ überhaupt möglich ist. „Weit draußen“ erzählt die unglaublich berührende Geschichte einer Mutter, die mit ihrem behinderten Sohn weit, weit weg zieht um den ständigen Mitleidsbekundungen zu entfliehen.