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PABST veröffentlichen neues Video mit Drangsal und kündigen Album „Deuce Ex Machina“ an

Rockmusik im Jahr 2020 – wie muss das eigentlich klingen, um nicht vollkommen egal zu sein? Die Antwort hätten PABST mit DEUCE EX MACHINA, ihrem zweiten Album, parat. Mit der Single „Skyline“ kündigt die Band das Album nun für den 19. Juni 2020 an. Im Musikvideo spielt Max „Drangsal“ Gruber die Hauptrolle.

„Skyline“ ist ein krachendes Anti-Gentrifizierungs-Fanal, das gerade heutzutage eine ganz neue Dimension bekommt. Spätestens wenn Firmen wie Adidas, H&M und Co ihre Filial-Mieten nicht mehr zahlen wollen, diese Möglichkeit für den normalen Bürger aber undenkbar ist, fällt es einem erneut auf: Irgendwas stimmt da nicht!

Verpackt hat das Trio ihre Wut in einen schwer-stampfenden Hit, der die Verzerrung bis zum Anschlag hochdreht, der quietscht und fiept, dass es eine Wonne ist, und trotzdem noch mit einer hartnäckig geilen Hook daherkommt: „This city is no place for losers!“

Die Hauptrolle des Großstadtcowboys im Video zu „Skyline“ spielt Max „Drangsal“ Gruber, der sich mit aller Kraft versucht gegen die gentrifizierende Bedrohung zu wehren – Ein Kampf gegen Windmühlen?

Das sagt Sänger und Gitarrist Erik Heise zu „Skyline“:

„“Skyline“ war so einer dieser Songs, bei dem die Lyrics vor der Musik da waren. Mir geisterten so bestimmte Zeilen schon Monate im Kopf herum. Es sollte ursprünglich einfach ein Song über die Stadt werden, in der wir aufgewachsen sind.  Inhaltlich wurde es aber schnell sehr negativ und das Bild dieser Stadt ziemlich durch den Dreck gezogen; die Touristenfallen, die hohe Obdachlosigkeit, das allgemeine Gefühl, ständig unter Beobachtung zu stehen, und schließlich das Gefühl hier nicht willkommen zu sein. Das trifft wahrscheinlich für so gut wie alle größeren Städte in Europa oder dem “Westen” zu, deshalb auch die Zeile: „This city’s got no skyline“.
Es ist halt so eine Entwicklung, dass Menschen mit der Zeit einfach aus den Städten verdrängt werden, und man wird schnell damit abgespeist, dass die Entwicklung eine natürliche ist – nicht etwa aus Profitgier und „Nach-uns-die-Sintflut“-Attitüde resultierend. Städte, die immerhin für über die Hälfte aller Menschen auf der Welt Wohnraum sind, werden immer mehr zu Standorten, was eben noch Wohnungen und Kieze waren, wird zu Luxus-Appartments oder Kurzzeitunterkünften, die Kulturstätten werden zu Aquarien, und die Menschen zu Verlierern.“

Nach unzähligen Touren, Festival-Slots und Support-Shows für erklärte Fans der Band (u. a. Bob Mould von Hüsker Dü, Leoniden, Kadavar und Drangsal), und großartigem Feedback zum Debüt „Chlorine“ (2018) ist es nun Zeit für das zweite Album der Band.

Letzte Woche hatte die Band ihren alten Song „Shake the Disease“ in einer „Quarantine Karaoke“-Version veröffentlicht. Im Januar war bereits die Single „Ibuprofen“ erschienen, die auch auf dem Album sein wird.