Archiv des Monats “November 2020

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Über 500.000 Streams ohne Promo: M. BYRD veröffentlicht Video zu seiner Debütsingle „Mountain“

M. BYRD ist irgendwie ungreifbar und doch einer der höchstgehandelten Newcomer, die Deutschland 2020 zu bieten hat. Die Debütsingle „Mountain“ kann, nur wenige Wochen nach Veröffentlichung – komplett ohne Promo oder Marketing – bereits allein bei Spotify über 500.000 Streams verbuchen. Nun erscheint ein starkes Video zu dem packenden Song.

Alles beginnt im Tourbus bei Ilgen-Nur. Auf ihrer Power-Nap-Tour spielt M. Byrd 2019 Bass. Und ihr und dem Rest der Band der irgendwo zwischen Amsterdam und Paris seine Songskizzen übers Autoradio vor. Die Reaktion auf diese sind der Anstoß, den es manchmal braucht, um die Dinge ins Rollen zu bringen. Einhellige Meinung: Da musst du was draus machen, aus dieser Musik, aus dieser Stimme!

Das hat er und bereits in kurzer Zeit bereits über eine halbe Million Streams alleine bei Spotify eingespielt, mit nur einer Single. M. Byrd hat sich mit einem indie neo-psych-folk sound sehr schnell seinen eigenen Weg in die Industrie geschaffen.

Das atemberaubende Visual zu „Mountain“ zeigt die dänische Tänzerin und Choreografin Nana Anine. In der zweiten Landschaft an der Atlantikküste in der Normandie setzt Nana ein Zeichen der Stärke und interpretiert den Song als eine Meditation persönlichen Wachstums und als Ermutigung, der eigenen Intiution zu vertrauen.

Wehende Hallfahnen, das lässig stoische Schlagzeug von Drummer André Albrecht und schwebende Chöre von Doreen Albrecht liefern den Raum in dem Byrds Stimme sehnsüchtig, vertraut und warm bewegen kann. Byrds Musik klingt, wie Guadagignos „Call Me By Your Name“ aussieht, erinnert mal an Tom Petty, an Sufjan Stevens oder Kurt Vile, während die Gitarren erst klingen wie bei Sonic Youth und dann wieder verhallt wie bei The War on Drugs.

Der Songwriter teilt seine Interpretation des Songs, indem er verrät: „Ich besuchte den höchsten Berg Dänemarks namens Himmelsbjerget, was grob übersetzt Himmelsberg oder Berg des Himmels bedeutet. Ich dachte, es sei ein ziemlich guter Name für einen Berg, der nur 147 m hoch ist, aber wenn man auf ihn klettert, fühlt er sich so hoch an, dass man fast das Meer sehen kann. So wurde ‚Mountain‘ zu dieser Idee, dass die Dinge in die richtige Perspektive rückt – wenn selbst der scheinbar kleinste Hügel ein Berg sein kann, welche guten Dinge umgeben mich dann gerade?“

M.Byrd’s zeitlose Lieder glänzen mit einem Gefühl der Stärke und des Selbstverständnisses, wie man es selten am Anfang einer Karriere findet – sie entführen den Zuhörer an die amerikanische Westküste, strahlen eine melancholische Zukunft und euphorische Jugend aus, die ihn dazu drängt, seiner Intuition zu vertrauen und sein inneres Selbst zu finden. Der Songwriter teilt mit: „Ich habe viele Jahre damit verbracht, persönliche und musikalische Erfahrungen aufzusaugen, und ich habe in verschiedenen Studios und auf Tourneen viel gelernt. Die Musik, die ich mache, ist also davon inspiriert, unterwegs zu sein, weiterzugehen und Wachstum zu ermöglichen. Mir wurde klar, dass die Erfahrungen auf meinem Weg auch andere Menschen inspirieren könnten, und ich hoffte, dass dies in den Liedern, die wir veröffentlichen, noch weitergehen wird.“

2021 erscheinen weitere Songs von M. BYRD und europaweite Konzerte sind in Planung.

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FLITTERN veröffentlichen Debütsingle „Satt“

Mit Mitte 30 eine neue Band starten? 2020 noch auf Gitarren setzen? In den deutschen Texten die eigenen Privilegien kritisch betrachten und den Fehler nicht immer bei den anderen suchen?  Einen ersten Song veröffentlichen, inmitten einer Pandemie, die euch mindestens noch ein halbes Jahr davon abhalten wird, überhaupt live zu spielen? FLITTERN veröffentlichen heute ihre Debütsingle „Satt“.

Nach dem Ende der Koblenzer/Trierer/Kölner Emo-Deutsch-Punk-Band HEY RUIN entsteht Anfang 2020 in Köln aus den Überresten ein neues Projekt. FLITTERN denkt dabei den DIY-Spirit, die Haltung und den Sound einer Szene weiter.
Der Punk-Spirit, der fraglos ein wichtiges Element in der Historie aller Bandmitglieder ist, ist natürlich noch da, aber das Verlassen der musikalischen und inhaltlichen Komfortzone ist der Grund, warum es jetzt FLITTERN gibt.

Das erste Lebenszeichen „Satt“ ist ein Bekenntnis zur musikalischen Vergangenheit der Bandmitglieder und ein Ausblick auf das, was sie noch vorhaben. „Wir wachsen in einer Gesellschaft auf, in der man spätestens ab der Einschulung abliefern muss“ erzählt Sebastian.„Wenn man da nicht mehr mithalten kann – oder nicht mehr mithalten will – fällt man hinten über. Wir alle halten Fassaden aufrecht.“ Fragt sich, für wen eigentlich?
Im Video trägt die Band deshalb passenderweise barocke Kostüme: diese Fantasie-Uniformen stellen den Überfluss dar, der uns umgibt und stehen für eben diese Fassaden, die immer wieder Risse erkennen lasse.

„Musikmachen ist nach wie vor Therapie. Und jetzt erwartet niemand irgendwas von uns – wir genießen eine totale Freiheit, die wir lange nicht mehr gespürt haben“ erzählt Sänger Sebastian. „Es gibt viele Dinge, die mich nerven oder anstrengen – Musik zählt noch nicht dazu. Und mit dieser Band wollen wir dafür sorgen, dass es so bleibt“ ergänzt Schlagzeuger Jan, der kürzlich auch bei den Kölnern KMPFSPRT einstieg.

In den kommenden Monaten werden FLITTERN zahlreiche weitere Songs veröffentlichen, mit denen sie ihren musikalischen und lyrischen Korridor weiter abstecken werden. FLITTERN sind Sebastian Riddle (Gesang) Jan Gruben (Schlagzeug) Arnold Lübeck (Bass) Nils Berge (Gitarre/Keys).

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Empowerment für Alle: EUT veröffentlichen Video zu „Party Time“

Zugegeben: Wenn wir eine Zeit gerade nicht haben, dann ist das „Party Time“. Trotzdem heißt so die aktuelle Single der Amsterdamer Indie-Power-Popper von EUT (gesprochen: „Üt“). Zu dem ansteckenden Hit gibt es jetzt auch ein Musikvideo, das gleichnamige Album erscheint am 19.02.2021 über Euphorie Records.

„Here we go again: zum tausendsten Mal hast du dein Herz an jemanden verloren, schon wieder bist du verlassen worden. Aber nach zahllosen schlaflosen Nächten im Bett beginnt endlich eine neue Zeit: mit frischer Energie bist du bereit, es erneut mit der Welt aufzunehmen, ob allein oder zu zweit“ – So beschreibt die niederländische Band EUT das Mission Statement auf ihrem zweiten Album. Dieses hört auf den Namen „Party Time“, was wohl der derzeit unpassend-passendste Titel überhaupt ist.

Die gleichnamige Single „Party Time“ bekommt nun ein Musikvideo spendiert, das am 09.11.2020 Premiere beim DIFFUS Magazin Premiere feierte. „Das Leben ist gerade wirklich keine Party, aber vielleicht können ja wenigstens so tun,“ erzählt EUT-Sängerin Megan. „Irgendwie handelt die ganze Platte davon, auch die komplizierten Momente mal wegzutanzen – und genau das haben wir im Video zu ‚Party Time‘ auch gemacht.“

Die positive Stimmung, die das Musikvideo versprüht, fühlt sich 2020 irgendwie ungewohnt an, doch sie zeigt: Die Hoffnung auf die nächste ausgelassene Party stirbt zuletzt. Denn irgendwann – ganz sicher – werden wieder Tage kommen, an denen wir nicht alleine, sondern alle zusammen tanzen können. Der Indie-Synthie-Power-Pop der Amsterdamer Band auf „Party Time“ ist der beste Soundtrack dafür, an eine weniger beschissene Zukunft zu glauben.