Archiv des Monats “Oktober 2020

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Das erste Album mit Gesichtscreme?! SEARCH YIU kündigt „S|Y“ an

SEARCH YIU kündigt mit „Verliebt“ sein neues Album für Februar 2021 an: Auf „S|Y“ lädt Sören Hochberg in sein mentales Spa ein, in dem er den Kampf mit der Dunkelheit in seinem Kopf aufnimmt. Die Songs die dort laufen sind zwar düster und hypnotisch, aber nie hoffnungslos.

Über einen stolpernden Beat singt SEARCH YIU in „Verliebt“ bedrückende Zeilen wie „Unter Gedanken über dich und Suizid / ist wo das Gefühl liegt / Glaub ich bin verliebt“ oder „Wenn es leichter wird / dann sag mir wann“, doch findet einen Lichtblick am Ende: „Ich denk alleine bin ich doch viel besser dran / dann stehst du neben mir und nimmst mich bei der Hand“. Getrieben von Claps und einer Orgel entwickelt „Verliebt“ in unter drei Minuten einen ungehörigen Sog.

Entstanden ist der Song, sowie das ganze neue Album, in Zusammenarbeit mit Produzent Luka Seifert. Der urbane Sound von SEARCH YIU wurde früh durch Eminem oder Travis Scott geprägt, verfügt aber über unüberhörbare Einflüße aus Indie, RnB und Pop.

Maßgeblich dafür verantwortlich ist sicher Max „Drangsal“ Gruber mit dem Hochberg in Leipzig in einer WG lebte. Beide Musiker eint nicht nur die dunkle Klangfarbe, sondern auch ihre Herkunft: Landau in der Pfalz. Wie soll Musik schon klingen, wenn man aus einem Ort namens Godramstein kommt?

Das Thema Mental Health ist für Sören Hochberg als Borderliner omnipräsent. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken und sich geschlagen zu geben, sucht und findet er Wege, klarzukommen, glücklicher zu werden, sich mitzuteilen. In seinem Podcast „Mental Mall“, den er zusammen mit Mia Morgan hostet, spricht er alle zwei Wochen mit ExpertInnen zum Thema und tauscht sich über eigene Erfahrungen aus. In seinem Podcast und seiner Musik vermittelt SEARCH YIU, unter all der Schwere, Optimismus.

„S|Y“ ist Zeugnis von einem stetigen Prozess, in dem Hochberg nach dem Motto „Treat Yourself“ handelt. „Ich habe gelernt, dass es mir besser geht, wenn ich mich mit mir beschäftigte, wenn ich mir erlaube es mir gut gehen zu lassen“ sagt er. Und so einfach das klingen mag – das ist es nicht für alle. Auf „S|Y“ geht es ums Verliebtsein, um Borderline und Suizid, wie man damit umgeht, Gefühle für Girls aber auch Boys zu haben, ums Alleinsein. Um Wellness für den Kopf.

Das alles sind untyptische Themen für einen Künstler, der irgendwo auch im Kontext „deutscher Rap“ stattfindet. Aber sowieso geht SEARCH YIU seine Karriere erfrischend „untypisch“ an: In Berlin lernt er schnell, dass er auf das große Rattenrennen des Musikbusiness und die zahllosen immergleichen, hohlen Phrasen keinen Bock hat.

Anstatt auf den großen Deal zu warten, schafft er sich ein Umfeld aus Freunden und setzt auf DIY-Spirit. Dieser Weg bedeutet für ihn zwar neben seiner Musik viel mehr Arbeit, aber auch weniger leere Versprechungen und Abhängigkeiten. Glasklar, dass das für den Kopf gesünder ist.

„S|Y“ erscheint am 19.02.2021 und kann ab heute um 14:00 Uhr über krasserstoff.com vorbestellt werden. Wo es sonst Deluxe-Boxen gefüllt mit Schrott gibt, geht SEARCH YIU auch hier einen anderen Weg: „Ich wollte unbedingt ein Skin Care Produkt zum Album dazu packen – für mich persönlich ist skin care etwas beruhigendes, ich hoffe das empfinden andere auch so.“ Vielleicht ist „S|Y“ das erste Album überhaupt, das mit eigener Gesichtscreme kommt?

Auch die Single „Spaß“, die bereits mit Musikvideo veröffentlicht wurde, findet sich auf „S|Y“.

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FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE verkünden ihr Comeback

Eine waschechte Sensation für Fans einer ganzen Popkultur-Generation: FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE veröffentlichen nach 13 Jahren ein neues Studioalbum! Heute kündigt die Hannoveraner Kultband mit der Single „Sometimes (Stop To Call)“ ihr neues Album „NOW“ für den 23.04.2021 an.

Was ist da los, dass sich Fury In The Slaughterhouse ausgerechnet 2020 wieder ins Rennen werfen? Nach der Auflösung 2008 fanden sie zwar seit 2017 immer wieder für Konzerte zusammen, die Nachfrage war enorm,  aber trotzdem: Warum jetzt ein Album und vorher nicht?

Weil eine Band, die so ziemlich alles durchgemacht hat, was in 30 Jahre Bandgeschichte hineinpasst – über 4 Millionen verkaufte Tonträger, über 1.500 Konzerte weltweit, internationaler Erfolg mit einer Top 15 Platzierung in den amerikanischen Billboard-Charts, um nur ein paar Beispiele zu nennen – nicht einfach so aufhören kann. Unbestritten gehören Fury In The Slaughterhouse zu den Bands, die deutsche Rockgeschichte geschrieben haben – und weiter schreiben werden.

Fury In The Slaughterhouse klingen auf „NOW“ frischer und wuchtiger denn je: Maßgeblich daran beteiligt ist Produzent Vincent Sorg (u.a. Die Toten Hosen, Donots, Broilers), der den Sound der Band eindrucksvoll in die Neuzeit katapultiert. Die erste Single „Sometimes (Stop To Call)“ erscheint heute und ist der Beweis dafür, dass sich Fury In The Slaughterhouse alles andere als altersmilde zurückmelden!

Sänger Kai Wingenfelder zur Veröffentlichung von „NOW“:
„Wir kennen uns teilweise seit unserer Jugend, wir sind zusammen durch Amerika getourt, haben Millionen Alben verkauft – das schmeißt du nicht einfach so weg. Deshalb haben wir ja immer wieder mal gespielt bei besonderen Anlässen. Richtig gefunkt hat es dann, als wir 2017 noch mal die ‚Klassentreffen‘-Konzerte gespielt haben.“

Gitarrist Christoph Stein-Schneider dazu:
„Oft merkt man ja erst, was Dinge wert sind, wenn man sie nicht mehr hat. Wir waren seit über zehn Jahren nicht mehr im Studio, unter anderem auch, weil wir dort zu oft aneinandergerieten. Das hat sich gelegt. Wir haben alle zehn Jahre lang mehr Musikmachen auf dem Buckel, und das eben nicht als Fury-Mitglied, sondern in eigener Regie. Da lernt man doch eine Menge.“

Einen Punkt darf man dabei aber nicht vergessen: Fury in the Slaughterhouse gäbe es im Jahr 2020 vielleicht nicht mehr, wären da nicht ihre Fans, die auch in den letzten Jahren immer noch in Scharen zu den Konzerten gekommen sind. Fans, für die diese Musik der Soundtrack einer bestimmten Zeit ist. Und genau das ist und bleibt Fury: Die eigentlich logische Konsequenz und das Ergebnis einer Zeit. Deshalb jetzt und deshalb „NOW“ – ein Album, das sein möchte aber ebenso sein muss!

„NOW“ ist ab sofort überall vorbestellbar und erscheint am 23.04.2021 über Starwatch Entertainment im Vertrieb von Sony Music. Für 2021 sind zahlreiche Open Airs und Arena-Konzerte geplant. Das Album erscheint als als Doppel-LP und CD sowie als Fanbox: https://fury.lnk.to/NOW
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FLUT veröffentlichen neue Single „Sendet Affen“ mit Musikvideo

FLUT bleiben unkategorisierbar: nach dem kantigen „Zur Zeit“, mit dem sich die Wiener Band im August zurück meldete, veröffentlicht das Quintett am 16.10.2020 ihre neue Single „Sendet Affen“. Der Song ist eine Hymne über die Absurdität des Alltags und das Problem mit der Menschheit.

Damit ist „Sendet Affen“ ein perfekter Song für das Jahr 2020, in dem einem vom täglichen Verhalten seiner Mitmenschen schon schwindlig werden kann. Wenn sich der Alltag an Absurditäten schon Tag für Tag überbietet, warum nicht einfach das Kind beim Namen nennen? „Manchmal fühlt es sich an, als sollte man einfach direkt den Affen das Feld überlassen – Manche Menschen erzeugen in uns ein Gefühl von Aussichtslosigkeit. Teile der Gesellschaft entwickeln sich rasant immer weiter zurück!“ so die Band.

Das klingt inhaltlich reichlich pessimistisch, ist aber in einen Song verpackt, der durchaus zu den eingängigsten von FLUT gehört. Im Musikvideo verschlägt es Teile der Band zurück ins Kinderzimmer!

Nachdem FLUT ihre Teenager-Jahre damit verbracht hatten, mit tragbaren VHS-Rekordern ihre audiovisuelle Obsession mit der bunt-dreckigen Ästhetik der 1980er Jahre auszuleben, zogen sie 2017 nach Wien und veröffentlichten ihre Debüt EP „Nachtschicht“. Darauf widmeten sie sich allem was sie an Musik damals vermissten – Mut zum Unperfekten und trotzdem in großen Dimensionen gedacht.

Auf dem 2018 erschienenen Debütalbum „GLOBAL“ ging man einen Schritt weiter. Auf den Bühnen im deutschen Sprachraum und dem Asphalt dazwischen hatten FLUT ihren Sound weiter entwickelt. Das Klima, die Stadt am Draht, der Permafrost und die Menschen dazwischen – alles hängt zusammen. Kraftklub nahm die Band mit auf Tour. Es folgten eigene Konzerte und Shows auf Festivals wie dem Frequency, Kosmonaut, oder Reeperbahnfestival. Dann wurde es eine Weile ruhiger um die Band.

Mit „Zur Zeit“ meldeten sich FLUT Ende August zurück. Eine Reizüberflutung, die spätestens nach dem dritten Mal Hören, einen in seinen Bann zieht und nur noch mit dem ganzen Körper mit zucken lassen will.

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ORLA GARTLAND veröffentlicht ihre neue Single „Pretending“

Die Karriere von Singer-Songwriterin-Produzentin ORLA GARTLAND aus Dublin nimmt rasant Fahrt auf. Mit „Pretending“ veröffentlicht sie die erste Single ihres Debütalbums, das 2021 erscheinen soll.

Mit ihren beiden gefeierten EPs „Why Am I Like This?“ von 2019 und „Freckle Season“ von Anfang 2020 konnte Gartland über 40 Millionen Streams und über 750.000 monatliche Hörer alleine bei Spotify verbuchen. „Pretending“ ist der erste Vorbote zu ihrem ersten Album, das 2021 erscheinen soll.

„Gespräche mit Fremden sind sowas von anstrengend, wenn jeder nur eine Rolle spielt – Oh Gott, wie oft ich das gemacht habe!“ erzählt die 25-Jährige. „‚Pretending‘ ist ein Song darüber, sich nicht mehr für andere zu verstellen. Während des Lockdowns habe ich viel Zeit mit diesem Lied verbracht,  sich habe das wirklich genoßen. Auch wenn es natürlich komisch ist, einen Song über das Unwohlsein auf Partys zu schreiben, wenn Partys nur noch als entfernte Erinnerung existieren. Ich wollte ‚Pretending‘ so gestalten, dass es sich anfühlt als habe man sich von der Gruppe abgenabelt, hat das Chaos verbannt und ist nur noch mit seiner eigenen Stimme alleine.“

Das großartige Musikvideo zu „Pretending“ stammt von Regisseurin Rosie Brear und zeigt die Geschehnisse im Badezimmer einer Hausparty (remember those?!).

Geboren und aufgewachsen ist Orla im irischen Dublin, wo sie schon mit 14 Jahren begann, eigene Songs zu schreiben. Da die 18+ Pubs in Irland ihr keine Bühne bieten wollten, startete sie ihre Karriere stattdessen im Internet. Auf ihrem YouTube-Kanal kann sie bis heute über 250.000 Subscriber und über 16 Millionen Views verbuchen.

Am Tag als sie ihren Schulabschluss in der Tasche hatte, ging es dann auch endlich in der echten Welt auf Tour. Anschließend zog sie nach London, um sich dort auf ihre Musik zu konzentrieren – der Plan geht auf, überall auf der Welt finden ihre Songs neue Fans.

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I AM THE AVALANCHE kündigen nach 6 Jahren Abstinenz ihr neues Album „Dive“ an

Sechs Jahre nach „Wolverines“ melden sich I AM THE AVALANCHE aus New York zurück: die Punk-Band hat mit „Dive“ den langersehnten Nachfolger für den 20. November 2020 auf Big Scary Monsters angekündigt. Mit „Better Days“, einem wehmütigen Song über das schwelgen in alten, besseren Zeiten, erscheint der erste Vorbote aus dem neuen Album.

„Wir alle brauchten das für unser Seelenheil“, sagt Frontmann Vinnie Caruana. „Dieses Album muss erscheinen um meine Beziehung zu Musik aufrechtzuerhalten. Damit Menschen endlich hören, was wir geschaffen haben. Ich bin mir sicher, diese Platte ein Wegbegleiter für irgendjemanden werden.“

I AM THE AVALANCHE sind nicht unterzukriegen. Innerhalb ihres 15-jährigen Bandbestehens hat sich die Band aus Brooklyn immer wieder persönlichen, beruflichen und existenziellen Herausforderungen gestellt und gemeistert. „Dive“ ist das erste Album seit dem 2014er „Wolverine“ und markiert ein neues, überragendes Kapitel der Band.

Der Aufnahmeprozess der neue Platte umfasste die Zeit um den 15. März herum, als sich ein Großteil Amerikas erstmals mit der Schwere der Covid-19-Pandemie auseinandersetzen musste. Nachdem der letzte Feinschliff an den Vocals fertiggestellt war, floh Sänger Vinnie Caruana aus den Barber Shop Studios in New Jersey, um sich gemeinsam mit seiner Frau zu isolieren. Trotz aller Bemühungen infizierten sich beide mit dem Virus und wurden unter Quarantäne gestellt. „Sie bei mir zu haben war ein wichtiger Faktor für mich, warum dieses Jahr nicht so dunkel war, wie es hätte werden können“, kommentiert Caruana.

Beide haben Glück und genesen nach einigen bettlägerigen Wochen. Caruana stellt fest, dass die Texte auf „Dive“ zwar noch vor dem Lockdown entstanden sind, dennoch so klingen, als seien sie erst gestern geschrieben worden. „Schon vor der Pandemie waren die Dinge beschissen. Unser Land wurde von der aktuellen Regierung auf den Kopf gestellt. Ich glaube nicht, dass sich das so schnell ändern wird.“

Über das Album hinweg führen Caruana und Gitarrist/Songwriting-Partner Mike Ireland, Bassist Kellen Robson und der Gitarrist Brandon Swanson mit schneidendem Witz und hart erarbeiteter Weisheit durch ihre emotionalen Strudel. Schlagzeuger Brett „The Ratt“ Romnes schlüpfte gleichzeitig in die Rolle des Produzenten des Albums und erweist sich als Hüter der melodischen Flamme der Band. Die Intention der Band wird vom Opener „Better Days“ bis zur letzten Zeile des Closers „The Morning“ deutlich: „If I’m still alive come the morning, if I somehow make it through / you’ll be the reason I still breathe, yes, I’ll owe it all to you.“

Viele Fans von I AM THE AVALANCHE schreien Caruanas Texte seit Ende der 90er-Jahre mit, als er sich zum ersten Mal das Mikrofon für die legendären THE MOVIELIFE aus Long Island schnappte. Mit DIVE ist die Verbindung zu dieser Zeit vielleicht erstmals weniger spürbar, aber wichtiger denn je zuvor.

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QUERBEAT spielen ihre neue Single 12 Stunden am Stück live

Vor zwei Wochen kündigte das „Future Brass Punk“-Kollektiv QUERBEAT ihre Rückkehr mit der Single „Früher wird alles besser“ an. Einen Tag danach spielte die 13-köpfige Band ihren neuen Song ganze 12 Stunden am Stück live – und zwar in privaten Zoom-Calls mit ihren Fans!

Die Musik von QUERBEAT ist ohne Frage dafür gemacht, live gespielt und gehört zu werden. Letztes Jahr kamen über 12.000 Fans zu insgesamt fünf Konzerten in Köln innerhalb einer Woche, diesen Sommer hätten sie in den Bonner Rheinauen vor 25.000 Hörern gespielt. Aber sowas ist derzeit natürlich undenkbar.

Zur neuen Single „Früher wird alles besser“ startete die Band die Aktion #querbeatonrepeat – Fans konnten sich kostenlose Zeit-Slots in einem 12-Stunden-Zeitraum sichern. QUERBEAT riefen ihre Fans dann zur gebuchten Zeit per Zoom-Call an und spielten ihren neuen Song nur für sie. Für ein kurzes Gespräch war danach natürlich ebenfalls noch Zeit.

„Es gab viele Highlights in diesem 12-Stunden-Marathon“ erzählt Bandleader Jojo Berger. „Wir haben für Küchen-, Garten und Grillparties gespielt, für Junggesellenabschiede, für ein Paar mit einer hochschwangeren Frau, die uns am nächsten Tag schrieb, dass ihr Kind nur drei Stunden später zur Welt kam, für Menschen, die alleine in Quarantäne waren, für einen Fan der gerade auf dem Fußballplatz stand um sein Landesliga-Team zu supporten, während wir für ihn spielten fiel das entscheidende Tor!“

Fans, die einen Slot ergattern konnten – schließlich waren die nach nur 15 Minuten alle vergeben – konnten jeweils bis zu 99 Freunde in ihren Call einladen. „Es war so schön, endlich wieder die direkte Verbindung zu den Menschen zu haben, die sich mit uns in unserer Musik wiederfinden. Es war anstrengend, unterhaltsam und irgendwie euphorisierend. Nach dieser langen Livepause wissen wir jetzt wieder genau, warum wir das machen!“ erzählt die Band.

„Früher wird alles besser“ ist der Vorbote zum neuen Album der Band, das 2021 über ihr eigenes Label Moshbeat Records erscheinen wird!

„Früher wird alles besser“ – Single Info

QUERBEAT sind in mehreren Hinsichten außergewöhnlich: 2001 als Schülerband gegründet, gehört das 13-köpfige Kollektiv aus Köln heute, nach Coverband-Dasein und Ausflug in den Karneval, zu den erfolgreichsten Live-Acts des Landes. Ihren „Future Brass Punk“-Sound präsentiert die Band nun mit der brandneuen Single „Früher wird alles besser“.

„Früher wird alles besser“ ist der erste Einblick in das 2021 erscheinende, neue Album der Band. Hört man den Song, wird sofort klar, dass das bisherige Label „Brasspop“ nicht mehr so recht passen will. Die Blasinstrumente simulieren verzerrte Gitarren, die Becken scheppern, das gesamplte Intro „Go get it, get that dream!“ macht klar: hier beginnt ein aufregendes neues Kapitel! „Progressive Future Brass Punk“ nennt die Band ihren neuen Sound augenzwinkernd selbst – doch man muss es ihnen lassen: das passt.

QUERBEAT haben sich ihre riesige Gefolgschaft ohne Frage live erspielt. Im Sommer hätten sie in ihrer Heimat Bonn vor 25.000 Fans open air gespielt (wird natürlich 2021 nachgeholt!), auf so unterschiedlichen Festivals wie dem Hurricane, Lollapalooza oder Dockville räumten sie 2019 ab, zuletzt konnte man in Köln innerhalb einer Woche vor 12.000 Fans spielen. Da ist klar, dass die derzeitige Live-Zwangspause besonders weh tut.

Gäbe es einen Soundtrack für den Tag, an dem wir Social Distancing endlich hinter uns lassen können–dieser Songwäre dafür wohl hoch im Kurs. „Früher wird alles besser“ – und zwar viel früher als du denkst, ist ihre radikal positive Botschaft.Der Song isteine Ansagean alle, die Angst haben vor dem Versuchenhaben. An alle, die mit dem Aufhören endlich aufhören sollen. „Wer suchtet, der findet, das Leben ist Rausch.“

Würde Kevin Parker mit Seeed und Kraftklub Songs schreiben, käme das Ergebnis wahrscheinlich recht nah andas, was QUERBEAT da aus Posaunen und Gitarren, Trompeten und Synthesizern, Bass und Saxophonen, Drums, Tuba und einem Mellophon erschafft. Mit ihren zwei bisherigen Alben kommt das Kollektiv auf sage und schreibe über 50 Millionen Spotify Streams.

Wenn die Wahlkölner im September 2020 mit „Früher wird alles besser“ einen vollwertigen Vorgeschmack auf ihre im Frühjahr 21 erscheinende Platte liefern, dürften wohl ein paar Millionen dazu kommen. Heimatlabel ist übrigens das mit Universal Music gegründete Label Moshbeat Records.

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LAURA JANE GRACE (Against Me!) veröffentlicht unangekündigt ihr neues Album „Stay Alive“

Überraschung! LAURA JANE GRACE, Sängerin von Against Me!, veröffentlicht heute ihr neues Solo-Album „Stay Alive“ bei Big Scary Monsters. In nur vier Tagen mit Steve Albini aufgenommen und gemixt, verarbeitet die Songwriterin darauf ihre Ängste und den Frust in der Isolation – einfach, um am Leben zu bleiben.

Eigentlich stand das nächste Album ihrer Band Against Me! auf dem Plan, als Laura Jane Grace Anfang März von Tour nach Hause kam – die Songs sind geschrieben, die Produktion hatte begonnen. Wir wissen alle, was dann geschah. Plötzlich fand Grace sich in ihrer Wahlheimat Chicago wieder, und weder ihre Bandmitglieder von Against Me! als auch ihrer Backing-Band The Devouring Mothers waren für sie erreichbar. Doch sie wusste: ihre geschriebenen Songs würden die Isolation nicht überleben, genauso wie sie selbst, wenn sie sich nicht beschäftigte. Also machte sie sich an die Arbeit…

Das Ergebnis heißt „Stay Alive“ und wurde in zwei Tagen im Juli 2020 mit Steve Albini aufgenommen und anschließend in zwei Tagen gemischt. Heute nacht ist das 14-Track starke Werk ohne Vorankündigung erschienen, am 11.12.2020 ist es auch auf CD und LP erhältlich. Vorbestellungen sind jetzt über Big Scary Monsters möglich.

„Jetzt Songs zu veröffentlichen bedeutet, dass das Label arbeiten kann, das Fotos und Artwork gemacht werden müssen, dass Merchandise produziert wird – Die Songs helfen dabei, diese Gewerke am Leben zu halten“ erzählt Grace. „Jeden Tag hören wir von Menschen, die ihre Jobs verlieren, von Läden, die schließen müssen, davon, dass alles zusammenbricht. Das Einzige, was ich dagegen tun kann, ist zu arbeiten.“

„Stay Alive“ ist das Zeitdokument einer Songwriterin, die erfahren genug ist, Erfüllung im simplen Akt des Arbeitens an sich zu finden. Aufgenommen mit nicht viel mehr als einer Akustikgitarre und hin und wieder eine Drum-Machine, stehen die Stimme und das Songwriting von Grace klar im Fokus dieses Albums: „Ich muss diese Songs veröffentlichen, um am Leben zu bleiben. Es ist einfach egal, was andere über dich denken, gerade jetzt. Bleib einfach am Leben.“

LAURA JANE GRACE über „Stay Alive“ in ihren eigenen Worten

Hi, mein Name ist Laura Jane Grace, und das ist mein Album. Das Album handelt davon, am Leben zu bleiben. Bleib am Leben! Stirb nicht! Arbeite! Kämpfe!

Das Album wurde ausschließlich analog aufgenommen, kein Computer war an der Entstehung beteiligt. Diese Aufnahmen sind nicht editiert oder geschnitten, es sind einfach dokumentierte Performances. Geschrieben und aufgenommen wurde es in Chicago, Illinois. Das Recording übernahm Steve Albini in den Electrical Audio Studios an den zwei Tagen nach dem Vollmond vom 05. Juli 2020. Gemischt wurde es in den zwei Tagen danach. Steve und ich waren die einzigen Menschen im Studio. Wir beide trugen natürlich Masken und kamen uns nie näher als 2 Meter. Nur zum Singen zog ich die Maske aus. Tragt eine Maske!

Auf diesem Album gibt es Songs über swimming pools, in denen es spukt, und über brennende Kirchen. Über Berge. Über astrale und über vertrocknete Seen. Aber auch darüber, in Marbella Espresso zu trinken und Croissants zu essen. Songs über nach Pisse stinkende Flüsse in Glasgow. Songs über „Der Neon-Dschungel“ von Nelson Algren, über „Die Mandarins von Paris“ von de Beauvoir. Songs über versteinerte Polymorphe, Blut, Donner, LSD und darüber am Grab von Marchesa Luisa Casati zu liegen und Tagträume von den ausschweifenden Partys zu haben, die vor 100 Jahren gefeiert wurden, und wie die Welt schon früher untergegangen ist, und wie sie jetzt auseinander fällt, und wie sie, wenn wir Glück haben, sich doch noch etwas Zeit damit lässt. Es gibt Songs über all das auf der Platte, aber am Ende geht es darum, einfach am Leben zu bleiben. Stirb nicht. Danke, dass du dir mein Album angehört hast.

– Laura Jane Grace

P.S.: Das könnte, wenn man es genau nimmt, mein erstes wirkliches Solo-Album sein – Aber selbst ich bin mir nicht mehr so richtig sicher.

P.S.S.: Wenn du, lieber Journalist, dieses Album auch nur einmal als „Akustik Album“ betitelst, wird mein 6-Saiten-spielender Geist dich und die folgenden zehn Generationen deiner Familie heimsuchen und euch jede Nacht von elf Uhr abends bis sechs Uhr früh Lieder ins Ohr singen :)